In Welten, in denen der Sinn

des Lebens einzig und allein

darin besteht, eigene

Vorstellungen zu verwirklichen,

endet die Existenz im Chaos.

 

Ziel muß es sein, das Eigene

im Ganzen seinen Platz

finden zu lassen!

 

Nur der Egomane ist nicht in

der Lage sich so zu verwirklichen.

 

Newsletter

Info: Der Newsletter kann jederzeit abbestellt werden.

Höre aktuelles auf unserer Myspace Seite

14180844-20751978
Schwarzes Outfit, morbider Charme

Niederfischbach : Was hat eine Band aus der Region mit dem Grabtuch Christi im Turiner Dom gemeinsam? Die Bezeichnung! Die Niederfischbacher Formation "Mandylion" legt dabei großen Wert auf die Aussprache des Namens, da - neben lateinisch - ausschließlich deutschsprachige Texte verwendet werden. Seit nunmehr drei Jahren produzieren die fünf jungen Männer jenen düsteren, schwermütigen Sound, den man "Gothic" nennt. Diese bisher überwiegend Insidern bekannte Musik ist insbesondere durch eigenwillige Instrumentierungen recht vielfältig. Gemeinsame Stilelemente verschiedener Bands gibt es aber kaum.

Neben der melancholischen, teilweise bedrohlichen Tonalität sind es minimalistische Elemente, wie sie in den Techno-Sounds, aber auch in den Werken bedeutender Komponisten der modernen E-Musik enthalten sind. Verbindendes Glied der "Gothic-Szene" ist hingegen die Ideologie: Verklärt wird Mysterium und Mystik des Mittelalters, dessen Geheimnis umwitterte Legenden immer wieder in den Texten besungen werden. Das durchweg schwarze Outfit der Protagonisten visualisiert den morbiden Charme der Epoche der Gotik, von dem die Szene fasziniert ist. Vor Kurzem hat die Band ihre erste CD "D.S. Fortis Adonay" veröffentlicht. Bassist und Manager Azrael: "Wir wollen mit unserer neuen CD zeigen, dass man mit viel Elektronik nicht nur kalten Techno, sondern auch richtige Musik machen kann." Eine Hörprobe zeigt, dass die durchweg ausgebildeten Musiker diesem Anspruch gerecht werden: Der Sound besticht durch eine ungewöhnliche Melodik. Die wegen ausgeprägter Moll-Färbungen recht warm anmutenden Akkorde werden durch eine differenziert eingesetzte Heavy-Metall-Stilistik herunter gekühlt. Ausgeklügelte Elektronik-Effekte unterstützen und unterlegen das ansonsten klassische Rock-Instrumentarium mit zusätzlichen Klangfarben. Der Band ist es so durchaus gelungen, eine Unverwechselbarkeit aufzubauen, die noch durch die markanten Stimmen der Sänger Gabriel(EX "Dr. Death") und Camae (EX " Answered Prayers") unterstrichen wird. Produziert wurde die CD, deren Titel übrigens auf einen mittelalterlichen Zauberspruch hinweist, im eigenen Projekt-Studio in Niederfischbach. Zur Verfügung steht ein 32-Kanal Aufnahmesystem mit diversem Studio-Equipment und Synthesizern, welches vom Keyboarder, Gitarristen und Programmierer Uriel (Ex "Mortal Wrath) perfekt beherrscht wird . Eine weitere, bereits eingespielte CD erscheint in Kürze, ein dritter Tonträger ist in Arbeit. Mit den geplanten Veröffentlichungen versuchen die Mandylion-Leute nach eigenem Bekunden den Stil durch Zusammenführung verschiedener Gothic-Elemente erstmals richtig zu definieren. Außerdem werden insbesondere durch Gitarrist Samuel (Ex "Answered Prayers") verschiedene Blasinstrumente eingesetzt, die das Klangerlebnis erheblich erweitern. Rolf Polichney

 

"Mandylion - mein Goldschatz"


Gruppe aus Niederfischbach vor Karierrestart - Neue CD liegt vor

NIEDERFISCHBACH. "Ein Lichtjahr ist nur ein wimpernschlag in der Unendlichkeit". Mit dieser Aussage oder Themen wie "Gefangen im Zenit" beschreibt die Gothic-Band "Mandylion" aus Niederfischbach esoterisches Wissen über den Sinn des Daseins.

Die Formation ist keinesweg eine unbekannte Größe - weder in der Szene noch in der Öffentlichkeit. Bereits vor knapp zwei Jahren waren die fünf jungen Männer bei der Vorstellung Ihrer CDauch überregional aktiv. Dabei haben sie auch einem breiteren Publikum Mystik und Sagen vergangener Zeiten mittels moderner Sounds präsentiert. Auch diese Jahr wurde ein neuer Tonträgermit dem Titel "Die erste Zeit" im eigenen Tonstudio eingespielt. Gemastert wurde das Werk von Carlos Peron (Gründungsmitglied von YELLO) der berits Interpreten wie Joachim Witt (Die Flut) oder Wolfsheim berühmt gemacht hat.

Mit Mandylion hat er noch einiges vor: "Mandylion ist mein Goldschatz."Eine Releaseparty steigt am 24. Februar ab 20 Uhr im Siegener Szenelokal "Meyer", bei der auch der Produzentanwesend ist. Mit der aktuellen CD beschreitet die Band neue Wege. Der Sound ist akustischer und melodiöser geworden. Dadurch eröffnen sich neue Potenziale auch für Live-Auftritte. Die Minimalistik vergangener Aufnahmen wurde zum Vorteil differenzierter Harmonik in den Hintergrund gedrängt .Eine Symbiose von Elektronik, "klassischen" Instrumenten sowie der dichten, mehrstimmigen Gesängen im gregorianischen Stil bildet einen Klangteppich, der nicht nur Elektronik Freaks begeistern wird.Mit Siechtum, Tod und Endgültigkeit beschäftigt man sich inhaltlich zwar immer noch mit Themen, die in einer Gesellschaft des Jugendwahns weitgehend tabuisiert werden. Man erkennt aber auch immer mehr die Interkulturalität der Mythologien. Frontmann Gabriel: "Wir suchen und finden die verbindenden Glieder der Religionen, die immer bewusst ignoriert werden." Mandylion weist mit seinen Texten auf diese Parallelitäten hin und plädiert für eine offene und harmonische Esoterik. Mit zur CD gehört auch ein Libretto, dessen Texte die Philosophie von Mandylion darstellt. Ein besonderer Gag des originell gestalteten Booklets: Heiligenbilder im Stile byzantischer Ikonen tragen unverwechselbar die Gesichtszüge der Niederfischbacher Musiker, die sich mittlerweile die Pseudonyme biblischer Engel zugelegt haben.

 

 

"Sonic Seducer" - CD Rezi


Namen der Erzengel als Pseudonyme zu benützen, kann gefährlich hohe Erwartungen wecken. Unterstützt durch die Produktion von Carlos Peron, verliert das Debüt "Die erste Zeit" jedoch nicht den Boden unter den Füssen. Die sehnsüchtigen, von Gothic Rock Elementen dominierten Stücken weisen bisweilen eine Tiefe auf, die ich einer Formation zu beginn Ihres Schaffens nicht zugetraut hätte. Ähnlich auch wie Janus, schaffen es die Fünf, auf den ersten Blick vollkommen mit Pathos überladene Sequenzen noch ins rechte Licht zu rücken. Selbst der Einsatz von oft strapazierten "Mönchsgesängen" und "Metal-Grunts" fügt sich fließend ins Bild. Kurzum, wirklich vielversprechend dieser Silberling.

Peter Heymann

 

 

"Orkus" - CD Rezi


Das Turiner Grabtuch stand Pate bei der Namensfindung der Band Mandylion, und damit ist auch schon klar, dass auf "Die erste Zeit" nicht unbedingt Themen aus dem aktuellen Tagesgeschehen aufgegriffen werden. Es handelt sich hier um eine Band, die im Goth Rock ihre Wurzeln hat (mit Verästelung in den Goth / Death Metal hinein) und diese um mittelalterliche Stilmittel bereichert - Das positive Negativ von In Extremo oder Tanzwut sozusagen. Die Umsetzung gelingt mal blendent, dann wieder nur mittelmäßig. Zwar haben Mandylion ein Faible und durchaus auch das Können für treibende Hymnen, doch gerade die altertümlichen Klänghe bleiben dabei etwas oberflächlich und gehen in der kräftigen, treibenden Gitarrendominaz oft unter. Einige Stücke können jedoch durchaus positiv herausgestellt werdemn : "Die Reise", eine athmosphärische Ballade, welche durch ein Piano ihren passenden Rahmen findet. "Auif grosser Fahrt", ein wirkliches Epos, welches um Klassen aus den anderen Lieder hervorglänztund für die Zukunft von Mandylion realistische Hoffnung keimen lässt. "windhauch", ein würdiger, melancholischer und doch stolzer Abschluss. Wie die Titel bereits erahnen lassen, erzählen die Texte der 10 Tracks hauptsächlich von fernen Reisen und kriegerischen Fahrten in Verbindung mit mittelalterlicher Ideologie. Hier war ebenso Platz für Klasse wie für Mittelmaß. Und auch wenn diese Veröffentlichung vielleicht noch etwas unausgegoren ist und eher einem noch nicht fertig bearbeitetem Marmorblock denn einer daraus detailreichen gehauenen Skulptur gleicht, so kann man doch das Ziel und auch den Weg dahin bereits sehen und merkt, das die Künstler auf einem guten richtigen Weg sind.

Axel Schön - Orkus

 

 

Zillo - Das dritte Ohr & CD Rezi


Ich bin, was deutschsprachige Texte angeht, immer ein wenig skeptisch, doch "Die erste Zeit", das zweite Studioalbum der Band Mandylion gefällt mir wirklich gut. Was eingangs ein wenig an Goth-Rock a la Lacrimosa erinnert, entfaltet sich von Song zu Song zu einer anspruchsvollen eigenen Art von Musik, der sich die fünf Männer, die übrigens Engelsnamen tragen, verschrieben haben. Die Band selbst beschreibt ihre athmosphärische Musik als "Progressive German Gothic Rock", womit ich völlig dáccord bin. Ein Schuss Metal wirkt bei so manchem Song mit hinein, was eine enorme Durchschlagkraft verleiht.

Die Texte sind deutsch und lateinisch; sind esoterisch mythisch beseelt und stellen so eine mentale Reise durch so manchen Kulturkreis dar, mit dem sich die Bandmitglieder auseinander setzen. Besonders gelungen finde ich das geheimnissvolle "Unser Licht" " Im Sternenmeer" und "Auf grosser Fahrt". Ebenfalls überzeugt von dem können der Band ist Produzent Carlos Peron, der Gabriel, Azrael, Uriel, Camael und Samuel auch in diesem Jahr noch auf Tour schicken wird. Wer neugierig geworden ist und sich den melancholischen Klängen von Mandylion hingeben möchte, dem sei "Die erste Zeit" empfohlen !

- Nana Tamschick -

 

 

Eckis Stiegs - CD Rezi


Eigentlich ist es schon verwunderlich, dass es nach den beachtlichen Erfolgen der so genannten "Mittelalter-Rockbands" wie In Extremo, Tanzwut oder Subway To Sally nicht noch mehr Formationen gibt, die auf diesen auch kommerziell nicht uninteressanten Zug aufspringen. Mandylion ist eine solche, die allerdings etwas anders an das Sujet herangeht, als die Kollegen. Größtes Plus: Sie klingen weder nach Tanzwut noch nach In Extremo - dafür ist Mandylion eine der ersten ostdeutschen Bands des Genres, die sich traut, ihre Texte im breitesten sächsischen Dialekt zu intonieren - und dies mit einem Selbstbewusstsein und einer Konsequenz, die für den mittelalterlichen Wessi beinahe exotisches Flair transportiert . Dafür einen weiteren Pluspunkt.

Anders aber als Tanzwut oder In Extremo, die von akustischen Bänkelspielern zu Rockbands mutierten, gingen Mandylion den anderen Weg: Die Sänger Gabriel entstammt der Metal-Band Dr. Death, Sänger Camael war einst Vokalist bei Answered Prayers. Dementsprechend dominieren hier die Rockstrukturen, die mittelalterlichen Elemente sind hier lediglich Zitate, plakativ, hymnisch und ohne die Tiefe, die Detailverliebtheit, die z.B. In Extremo auszeichnet. Das Info bringt es unfreiwillig auf den Punkt: "Verklärt wird Mysterium und Mystik des Mittelalters, dessen geheimnisumwitterten Legenden immer wieder in den Liedern besungen werden." Tja - genauso hört es sich denn auch an! Nur selten, wie in dem ostinaten "Arcadia", werden mittellalterliche Elemente direkt aufgegriffen, aber leider nicht sehr innovativ verarbeitet. Vor allem beim Refrain fällt die Band in unselige, stumpfe Rocktraditionen zurück... Dennoch lohnt die intensivere Beschäftigung mit "Die erste Zeit" - nur sollte man Mandylion unter dem Aspekt einer Gothic-Rockband betrachten und bewerten. Sie beherrschen ihr Handwerk von der Pike auf, sind perfekte Songwriter und besitzen durchaus ein Gespür für opulente, wenn auch teilweise substanzlose Gesten. "Unser Licht" und "Unter dem Siegel vereint" sind treibende Hymnen, die den roten Faden des Albums schon andeuten: Es geht um Ferne, Fahrten und kriegerische Reisen. So gesehen stehen Mandylion den Wikingern weitaus näher als den üblichen Rittern und anderen Unholden. Von der Metalvergangenheit der Musiker ist gottlob wenig zu spüren: "Im Sternenmeer" besticht durch clevere, versetzte vokalistische Arrangements, die bedauerlicherweise durch schwere Gitarrenriffs zugemüllt wurden. Zu welcher Größe die Band fähig ist, offenbart sich vor allem in zwei Stücken: Trotz des blumigen Textes ("Ein Lichtjahr ist nur ein Wimpernschlag in der Unendlichkeit") vereint "Die Reise" alle Qualitäten: Eine dramaturgisch ungemein geschickt aufgebaute Ballade von zwingender Schönheit, großer Atmosphäre und mit einem perlenden, virtuosen Pianospiel. Die andere Überraschung ist das neunminütige Kernstück "Auf grosser Fahrt" - eine filmische Minioper, die das Leitthema des Albums bildlich und episch ausschmückt... Fazit: Ein uneinheitliches, streckenweise unausgereiftes, aber nicht uninteressantes Debüt...

 

 

Amboss Magazine - CD Rezi


Nach der Mission Tour hätte ich nicht gedacht, daß überhaupt noch eine andere Band mein Blut in Wallung bringt. Nun gut, ich bin lernfähig. Denn Mandylion sind eine Band, die endlich mal mit Innovation die Gothic Rock Szene aufmischt.

Sie besitzen die Fähigkeit die Ursprünglichkeit des Gothics, das Geheimnisvolle und das mystische, in ein musikalisches Gewand voller Melodien der Traurigkeit zu packen. Pechschwarz schleichende Sounds mit eindringlichen, in tiefer Dunkelheit verborgenen Vocals voller Harmonie transportieren die Schwermut ins menschliche Hirn. Eingebettet in hoffnungsloser Traurigkeit zaubert man Melodien, deren Eingängigkeit wie ein Mahnmal der Dunkelheit wirkt. Niemals war es schöner, seine Manie gegen die Depression einzutauschen. Dass die Band zusätzlich auch die Fähigkeit besitzt, wie in "Intakta" die schwarzen Tanztempel in ein Vulkan zu verwandeln, läßt mich einfach nur staunend zurück. Wenn wir schon bei diesem Song sind: Hier läßt Sänger Gabriel neben seinem melodischen Gesang auch mal albtraumhafte Growls ertönen. Fast wie eine Woge der Ruhe wirkt das gefühlvolle "Die Reise". Sehr ruhig huldigt man der Melancholie. Der Opener "unser Licht" besticht neben perfektem Goth Rock durch ein verspieltes Keyboard, welches sich immer wieder in den Vordergrund spielt.Die erste Zeile "unser Licht ist Finsternis" könnte als Synonym für das gesamte Album stehen. Hervorragend die eingewobenen elegischen, weiblichen Vocals. Druckvoll und verspielt mit tiefgreifender Mystik hüllt man den Hörer mit " unter dem Siegel vereint" ins gleichnamige (Mandylion) Turiner Grabtuch. Mit ihrer Musik und in Deutsch intonierten Texten ist die Band derart Eigenständig, dass mir Vergleiche schwer fallen. Ich will euch aber nicht dumm sterben lassen, also erkläre ich die Band zu einer Mischung zwischen "Eisheilig", "Dreadful Shadows" und "The Escape". Aber egal, die Speerspitze des deutschen Goth Rocks muß nach dieser CD neu geschmiedet werden.

 

THE - Gothic World of Darkness


Früher ging man in die Oper um gesehen zu werden, den neuesten Tratsch auszutauschen und über alle anderen zu lästern. Damit man trotzdem kulturell nicht allzu blöde dastand, gab es eine Art Textbuch. Libretto genannt, da konnte man alles nachlesen und musste nicht zuhören. Heute nennt man so was meist Booklet.

Mandylion nennen es auf ihrer neuesten Scheibe wieder Libretto und hätten es überhaupt nicht nötig. Denn sie gehören zu den wenigen Ausnahmen, das man ihre Texte beim Zuhören versteht. Womit also schon mal geklärt ist das sie auf deutsch singen. Und die Musik? Nun wenn man als Kritiker doch immer wieder mit Schubladen arbeiten muss, dann ist es Gothic Rock. Straighte Gitarrenlinien, die sich immer wieder mit Synthezisern vereinen und nicht nur einmal sich zu richtig melodischen Ohrwürmern steigern. In einer Klarheit und Grazie die schon fast beängstigend ist. Denn trotz aller Härte und allen treibenden Rhythmen, trotz gelegentlich geschrieener, geflüsterter Vocals ist es Mandylion gelungen, anspruchsvolle Texte, düsteren Gothic, mit hartem Rock zu mischen und diesen immer wieder in fast hymnenhafte Höhen zu treiben. In der geradlinigen Herangehensweise an die Songstrukturen erinnert es ein wenig an das letzte Sanguis et Sinis Album, nur das bei Mandylion die männliche, wie auch die weibliche Stimme viel besser sind. (Wen wundert's eigentlich?) Ansonsten ist es ein Album dem man sich ohne große Konzentration in voller Länge widmen kann, voll schöner Perlen, kunstvoll und rockig zu gleich. Ein Beispiel das Gothic Rock doch noch lange nicht tot ist und sich eingängige Songs und Anspruch nicht ausschließen müssen.

Thomas Sabottka für GOTHICWORLD

 

Mandylion - D Side


Ein kleines Wunderwerk !!!

Un groupe metal sorti de nulle part produit par Carlos Peron, l´ex-Yello aujourd´hui compositeur d´electro SM et á la tete d´une grosse boite-de production, ca laissait présager le pire. Et pourtant, heureuse surprise! Mandylion est à notre connaissance le premier groupe de gothic-doom mystique. Une imagerie religieuse forte en parfaite adéquation avec la mystique, inhabituelle mais tellement rafraíchissante. Die erste Zeit est un petit bijou de subtilité : la voix masculine est proche des choeurs et lorsqu´elle s´en détache, elle se fait suave et douce, le chant en allemand passe comme une lettre à la poste, parfait complément de I´ambiance pieuse de I´album. Des claviers trés progressifs font baigner les compositions dans une aura majestueuse. Mandylion rappelle la d`marche de Betray My Secrets (side-project de Darkseed), avec ce coté métal tribal et spirituel si particulier.L´ensemble reste trés entrainant malgré I´atmosphére feutrée es des arrangements gothiques viennent en renfort pour développer les mélodies. Une petite merveille allemande qui faut á tout prix posséder. Le nouveau catéchisme version goth. Allez en paix mes fréres....

Pierre Rossignol

 

Siegen Info-Tipp


Mandylion - Niederfischbacher Band klopft an die Himmelstür des Erfolgsproduzenten Carlos Peron Seit nunmehr vier Jahren haben sich die fünf jungen Musiker zusammengetan um ihre lesemotivierten Inspirationen in Klänge umzusetzen, die ihresgleichen suchen ... Gabriel öffnet mir die Pforte, als ich zum vereinbarten Termin eintreffe und geleitet mich eine Treppe hinauf, wo ich bereits konzentriert von Uriel, Azrael, Camael und Samuel erwartet werde. Eine himmlische Begegnung quasi, denn bei den fünf Männern mit Engelsnamen handelt es sich nicht um GOD´s ARMY Fans, sondern um die Niederfischbacher Gothic Band Mandylion, die am 11.02.2002 ihre neue CD DIE ERSTE ZEIT veröffentlichen wird. Bezeichnen kann man den Sound als Progressiv German Gothic Rock der sich durch esoterisch-mytische motivierte Texte stark vom Einheitssingsang rund um Sex, Gewalt und gute Laune abhebt. Darauf legt Sänger Gabriel in seinen deutschen und lateinischen Texten auch grossen Wert; so symbolisiert schon der Name der Band , dass es sich vorrangig um eine sinnlich-seelisch-esoterische Betrachtungsweise der Welt handelt, denn das Mandylion ist ja bekanntlich ein äusserst umstrittener Kultgegenstand der festlich-römischen Kirche: das vermeindliche Grabtuch Christi.

Seit nunmehr vier Jahren haben sich die fünf jungen Musiker zusammengetan , um ihre lesemotivierten Inspirationen in Klänge umzusetzen, die ihresgleichen suchen... zwar sind durchaus gängigeBombastmetalanleihen oder Elektrosounds in den Songsder Band zu erkennen, doch werden diese auf eine ganz bandeigene Art arrangiert und eingesetzt. Restlos alles wird von Hand eingespielt oder auch programmiert, so dass man das Nachfolgewerk von DS Fortis Adonay, so der Titel des Debüts von 2000 , durchaus als ein interressantes Ausnahmealbum bezeichnen kann. Nach dem exclusiven Pre-Listening ausgewählter Tracks erklärt mir Gabriel, dass sich die Band, die durchweg schwarz gekleidet ihre Auftritte bestreitet, sich zwar schon der Gothicszene verbunden fühle, doch dort nicht ausschliesslich die Rezipientschaft sieht. Gerade der kulturelle Anspruch ihrer Texte solle grenzüberschreitent in den Köpfen der Hörer wirken; vielmehr gehe es um eine Seelenreise, die in jeder Kultur in mannigfacher Ausgestaltung zu finden sei: ob nun die Frage nach einer Gottheit, dem Sein des Menschen oder der Beschaffenheit der Seele. Mandylion setzt sich mit ihrem Sound sehr grundsätzlich mit solchen Themen auseinander, was sicherlich jeden Menschen "ob zu einer Szene gehörig oder nicht" bis zu einem gewissen Grad anspricht. Angesprochen von dieser Art Motiv fühlte sich dann auch CARLOS PERON (EX Yello), mitdem die Band seit 2000 in Kontakt getreten ist und seitdem als professioneller Produzent der Band zur Seite steht. Auf seinem Label Himmelpforten wird die Band passenderweise "Die erste Zeit" veröffentlichen und möglicherweise noch in diesem Jahr mit einer weiteren Band aus dem Peron´schen Wirkungskreis auf Tour gehen. Genauere Tourdaten wird man in naher Zukunft der Hompage der Band entnehmen können, die im Moment geupdatet wird und über alles Wissenswerte über die Band informieren wird. Lassen wir uns also fallen und versenken uns in die mentale Reise, auf deren Schwingen uns Mandylion nehmen wird.... Nana Tamschick

 

Shadowshire Ezine - Dunkle Klänge


Wenn man an Gothic-Rock/Pop mit deutschen Texten denkt, fallen einen sicher Bands wie „Zeraphine“ oder „Mantus“ ein.

Diesen Gedanken muss man spätestens erweitern, wenn man „Die erste Zeit“ von Mandylion gehört hat. Eine genaue Genre-Bezeichnung zu finden ist etwas schwierig, denn auf der Scheibe geht’s ausgesprochen vielseitig zu. Im Kerne allerdings bleibt der mystisch-melancholische dunkle Gothic-Part, verwoben mit ausgereiften Keyboard- und Gitarrenspielen.

Der Gesang ist meist clean, mit einigen Ausnahmen setzt an manchen Stellen der Grunzgesang ein, der auch irgendwie dazu gehört, möchte man meinen.
Der Opener "Unser Licht“ lässt schon erahnen, was für Potential in dieser Band steckt. Kräftige Gitarrenriffs kombiniert mit Keyboardpassagen umhüllt mit rauen Vokalparts machen Lust auf mehr. 
In „Arcadia“, ein wahrlich schönes Stück in Mittelalterlichem Flair gehalten, weicht man auf lateinischen Gesang aus, dessen wahrscheinlicher Grund ist, dem Zuhörer eine fette Gänsehaut bescheren zu lassen.So geht’s einem auch beim Lied „Gefangen im Zenit“, unterlegt mit riffigen Gitarrenparts und Synthiespielen, einem quälenden, sehnsüchtigen Gesang die schwer auf der Tränendrüse drückt. Eine der schönsten Balladen die man in letzter Zeit je gehört hat. Für meine Begriffe allerdings ein viel zu kurzer Song. Wahrscheinlich auch besser so, sonst fließen wirklich noch die Tränen. Stark beeindrucken wird einem auch das Lied „auf großer Fahrt“ dessen Lyrik sicher so manchem aus der Seele spricht. Dem Abschluss des stark zu Melancholie tendierenden Albums bildet „Windhauch“, ein kurzes Stück, dominiert von Piano und ermahnender Stimme, in dem die Letzten Takte die Glocken das Ende einläuten.

 

Shadowshire Ezine - Morituri


 Etwas über ein Jahr ist es her, dass die 5 Erzengel der deutschen Gothic Rock Formation MANDYLION ihr Album "Die Erste Zeit" herausgebracht haben. Ein Album, das viele aufhorchen ließ und durchweg gute Kritiken einheimste. Seit dieser Zeit hat man sich konsequent weiterentwickelt und präsentiert der Welt nun den Nachfolger, der mit "Morituri" betitelt ist. Morituri bedeutet soviel wie "Todgeweiht", dessen Bedeutung zurück ins alte Rom geht, in dem die Gladiatoren im Kolosseum mit "Morituri te Salutant" (die Todgeweihten grüßen dich) ihren Kaiser begrüßten.

 

Todgeweiht muss man nicht sein, um diese CD zu hören, die schon optisch stark ins Auge fällt, denn das Artwork und die Covergestaltung sind verdammt gut gestaltet und stellen so manches Werk in den Schatten. Morituri beginnt mit "Sanctus", typische Mandylion-Klänge dringen dem Hörer ins Ohr, deren Auffälligkeit die Gitarrenarbeit und natürlich die Keyboardarrangements und Gabriel´s Stimme ausmachen. Dass man jetzt keine 1 zu 1-Kopie vom Vorgängeralbum abliefert, dafür sorgen so Lieder wie "Im Schatten der Glut" oder "Morituri te Salutant". Etwas härter und riffiger geht man hier zu Werke, spürbar deutlicher als alle anderen vergleichbaren Mandylion Songs. Man setzt auch, im Bezug des Vorgängers, stärker auf Gitarre und Gesang. "Dämmerung" und "Die Zeit" sind zwei Beispiele dafür.

Mandylion wären aber nicht Mandylion ,wenn sie nicht mystische Geschichten in ihrer Musik zum Ausdruck bringen. Songs wie "Inter viam Mandylion" oder "Per Dominum" bringen eine wahre Atmosphäre hervor, deren Seele man schon fast ergreifen kann. Ruhigere Gitarren begleiten die fast schon klagende Stimme von Gabriel. Gut in Szene gesetzt auch die Chorgesänge hier, die meist im Refrain zum Einsatz kommen. 2 Songs möchte ich hier an dieser Stelle erwähnen, das wäre der Akustikpart von "Nocturne" und die wieder mal wunderbar extrem melancholisch klingende Ballade "im Inneren der Finsternis", wobei ich mich wieder mal frage, wie man die dicke Gänsehaut wegbekommt. Wie schaffen es Mandylion, wie schon im Vorgänger, so depressive und resignierende Songs zu kreieren?

2 Bonustracks schließen die Scheibe ab, indem man wahrlich 2 gute Songs von "die erste Zeit" neu aufgelegt und aufgenommen hat. "Unser Licht" klingt nun noch rockiger und "Auf großer Fahrt" (für mich das beste Mandylion-Lied aller Zeiten) noch depressiver! Klasse, dass man die 2 Songs gratis noch mal mit draufpackt!

Mandylion haben mit "Moriuturi" wahrlich einen würdigen Nachfolger zu "Die erste Zeit" abgeliefert! Die Weiterentwicklung, die die Band durchgemacht hat, merkt man spürbar. Morituri ist nicht so melancholisch ausgefallen wie der Vorgänger, daher bleibt "Die erste Zeit" für mich unerreicht, aber das sollte jeder für sich selber ausmachen. Jedenfalls rate ich allen Gothic Rock Fans, in "Morituri" einmal reinzuhören. Dem hohen Anspruch, für den Mandylion stehen, werden sie mit ihrer neuen Platte mit Sicherheit gerecht!